Was
ist eine Tätowierung?
Während
des Tätowierens werden Farbpigmente mit Hilfe einer oder mehreren
Nadeln in die Haut eingebracht und beim Heilungsprozesses in die Hautzellen
eingeschlossen, da diese Farbpartikel zu groß sind um von dem
körpereigenen Immunsystem abgebaut zu werden.
Kann
man Tätowierungen entfernen?
Ja!
Allerdings ist dies nicht einfach.
Für
die Entfernung einer Tätowierung gibt es unterschiedlichste Methoden.
-
Chirurgischen Methoden:
die entsprechende Hautstelle wird abgeschliffen, herausgeschnitten,
verätzt, usw.
Diese Methoden sind zwar effektiv und führen bei kleinen Tätowierungen
relativ schnell zum Ergebnis, können jedoch hässliche Narben
hinterlassen.
-
Laserbehandlung:
Diese Methode ist humaner, aber langwieriger. Hierbei werden Tätowierungen
besonders schonend und meist narbenfrei entfernt. Die Lasertherapie
greift tatsächlich nur die Tätowierung an (also die Farbpigmente),
und nicht das umliegende Hautgewebe.
Andere
Alternativen wie zum Beispiel „Tattoo-Entfernungscreme“
und sonstige unseriöse Angebote sind nicht effektiv und entfernen
lediglich nur das Geld aus dem Geldbeutel.
Wir
hingegen bieten eine der erfolgreichsten Tattoo-Entfernungsmethoden
durch die Behandlung mit einem „Nd:YAG Laser“ an.
Wie
funktioniert die Tattoo-Entfernung mittels Laserbehandlung?
Ein
spezielles Lasergerät beschießt die Farbpigmente in der Haut
mit ultrakurzen Laserimpulsen. Dieser speziell abgestimmte Laserstrahl
dringt in das obere Hautgewebe ein ohne die Haut zu beschädigen.
Beim Antreffen eines Farbpigmentes wird dieses zersprengt. Diesen Vorgang
nennt man in der Fachsprache „selektive Photothermolyse“.
Das umliegende Hautgewebe bleibt dabei unverletzt. Die kleine Teilchen
des zerstörten Farbpigments können jetzt vom Immunsystem als
Fremdkörper erkannt und über das Lymphsystem abtransportiert
und ausgeschieden werden.
Allerdings
erreichen nicht alle Pigmentteilchen nach der „Zertrümmerung“
die für das Immunsystem erforderliche Größe zur Erkennung;
besonders die tieferen Farbschichten werden oft von dem Laserstrahl
nicht getroffen. Daher ist diese Laserbehandlung mehrmals zu wiederholen.
Wie
läuft die Behandlung dieser Lasertherapie ab?
Nach
einem ausführlichen Beratungsgespräch und einer eventuellen
Probebehandlung kann ein festgelegter Therapieplan vereinbart werden.
Wenn es keine ärztlichen Einwände gibt und ein Gesundheitscheck
vorgenommen worden ist, kann mit der ersten Behandlung angefangen werden.
Als
Vorbereitung sollte man einige Wochen vor und auch während der
Therapie jegliche Hautbestrahlung (z.B. Solariums-Besuche oder Sonnenbaden)
vermeiden, um die Haut von ein unnötiger Bildung von Melanin-Pigmenten
(Bräunungszellen) zu bewahren.
Bei
der Behandlung wird die Tätowierung mit einem speziell abgestimmten
Laserstrahl Punkt für Punkt (ca. 3 - 6 mm Durchmesser) „beschossen“.
Bei jedem Laser-Impuls welcher auf ein Farbpigment trifft und es dabei
zertrümmert, entsteht ein gut hörbarer Knall. Je nach eingestellter
Frequenz wiederholt sich dieser Effekt laufend.
Ist die Tätowierung nur Schwarz, wird mit einer Wellenlänge
von 1064nm behandelt - bei dieser Wellenlänge werden hauptsächlich
„kalte“ (schwarze und blaue) Farbpigmente getroffen. Ist
die Tätowierung recht farbig, kommt der Frequenzverdoppler zum
Einsatz (532nm). Dieser wird bei „warmen“ Farbpigmenten
eingesetzt (rote und braune Töne).
Tut
es weh?
Bei
diesem Vorgang kann ein mehr oder weniger starker Schmerz entstehen,
welcher in etwa vergleichbar mit dem Schnappen eines Gummibandes auf
der Haut ist, je nach Größe des zerborstenen Pigmentes. Dieser
Schmerz kann jedoch durch vorheriges Auftragen einer Betäubungscreme
gelindert werden.
Was
passiert während und nach der Behandlung?
Nach
ca. 10 bis max. 20 Minuten Laserbestrahlung ist eine Sitzung beendet.
Dabei kann eine tätowierte Fläche von bis zu ca. 200 cm²
behandelt werden.
Unmittelbar
nach der Behandlung erscheint die Hautpartie ca. eine Viertelstunde
lang weißlich. Vereinzelt können nach der Behandlung kleine
Bläschen oder Rötungen entstehen. Die gereizte und gerötete
Haut wird sich wie bei einem Sonnenbrand anfühlen. Nach einer Abheilungszeit
von mindestens. 4 - 6 Wochen kann dann jeweils mit einer weiteren Sitzung
begonnen werden. Während dieser Wartezeit ist das körpereigene
Immunsystem mit dem Abbau der zerkleinerten Farbpigmente beschäftigt,
daher kann das Ergebnis auch erst ab 4 Wochen beurteilt werden.
Die
behandelte, abgeheilte Hautfläche ist zunächst heller als
die ihrer Umgebung, da auch körpereigene Pigmente durch die Laserbehandlung
zerstört werden. Je dunkler der natürliche Hauttyp, umso auffälliger
wird dies Stelle sein. Besonders bei dunklen Hauttypen kann es einige
Jahre dauern, bis sich die natürliche Hautfarbe wieder nachgebildet
hat; bei helleren Hauttypen vielleicht nur einige Monate.
Wie
soll die behandelte Stelle gepflegt werden?
Bis
zum nächsten Tag sollte die Stelle nicht gewaschen und eine Woche
lang mit einer Heilsalbe behandelt werden. Eine leichte Kruste (sog.
Laser-Schorf) kann sich für ca. 1 - 2 Wochen bilden. Diese sollte
in gar keinem Fall abgekratzt werden.
Mit
welchen Risiken und Nebenwirkungen ist die Lasertherapie verbunden?
Vorsicht
bei Pigmentflecken und Allergien!
Eine
unbeabsichtigte Laserbehandlung eines Melanoms (schwarzer Hautkrebs)
kann ein nicht abschätzbares Risiko darstellen.
Auch die meist nicht bekannten Inhaltsstoffe der ursprünglich verwendeten
Tattoo-Farben/Tinte können während der Lasertherapie Allergien
auslösen. Es ist leider nicht festzustellen ob mit verbotenen,
krebserregenden Farbmitteln tätowiert wurde.
Es ist auf jeden Fall erforderlich, sich vor der Lasertherapie einer
ärztlichen Untersuchung zu unterziehen.
Mit
welchen Erfolgsaussichten kann ich rechnen?
Die
Erfolgsaussichten einer Tattoo-Entfernung lassen sich nur im Einzelfall
abschätzen. Zu unterschiedlich sind die jeweiligen Tätowierungen
in Farbwahl, Ausführung und Größe. Grün, Türkis,
Gelb und Mischfarben sind nur sehr schwer zu entfernen. Auch gibt es
bestimmte Farben, die überhaupt nicht auf den Laser reagieren.
Dies sind vor allem metallische Farbbeimischungen. Farben auf organischer
Basis können in seltenen Fällen nach der ersten Laserbehandlung
die Farbe ändern (sog. Farbumschlag). In diesem Fall kann ein Abbruch
der Lasertherapie sinnvoll sein, da wenig Aussicht auf Erfolg besteht.
Das Risiko, dass aus einer nicht mehr gewünschten aber schönen
Tätowierung eine hässliche Tätowierung wird, ist leider
gegeben. Dunkle, einfarbige Tätowierungen und besonders sog. „Laien-Tätowierungen“,
führen zum besten Ergebnis, d.h. sie lassen sich fast immer komplett
und narbenfrei entfernen.
BEHANDLUNGSKOSTEN
Der
genaue Preis einer kompletten Lasertherapie lässt sich vorher nicht
genau festlegen.
Zu unterschiedlich können die Behandlungen verlaufen. Wie viele
Sitzungen notwendig sind, liegt vor allem an der Farbe und Art der Tätowierung,
aber auch an der Größe der zu behandelnden Fläche. Amateurtätowierungen
benötigen weniger Sitzungen, da sie meist geringere, einfache und
einfarbige Tinte enthalten. Profitätowierungen dagegen können
aufgrund ihrer Farbenvielfalt und Qualität mehrere Sitzungen benötigen.
In der Regel kann sich aber schon ab der 5. Sitzung ein Aussicht auf
Erfolg beurteilen lassen.
Daher
kann lediglich nur der Preis pro Sitzung pro cm² angegeben werden.
Bei einem kostenlosen Beratungsgespräch kann der komplette Preis
schon in etwa festgelegt werden. Als grobe Übersicht dient diese
Preis-Tabelle:
ca.
Größe der Tätowierung Preis pro Sitzung
10 cm² 70,00 €
20 cm² 100,00 €
30 cm² 140,00 €
50 cm² 180,00 €
80 cm² 220,00 €
100 cm² 250,00 €
> 100 cm² Preis nach Vereinbarung
Auf
Wunsch bieten wir eine Probe-Behandlung mit ausführlicher Beratung
für 50,- EUR an. Dieser Betrag wird bei der ersten Sitzung wieder
gutgeschrieben.
VOR-
UND NACHBEHANDLUNG
Laser-Therapeuten
haben oft verschiedene Ansichten über die Vor- und Nachbehandlung.
Dies hängt davon ab, welche Entfernungstechnik angewendet wird.
Weil es uns wichtig ist, dass die Haut möglichst narbenfrei bleibt,
bitten wir unsere Kunden, bestimmte Pflegeregeln zu beachten.
Wir raten jedem, die Ratschläge seines Therapeuten zu befolgen,
denn jeder Therapeut hat seine eigenen Vorstellungen und Erfahrungen.
Schließlich trägt die richtige Vor- und Nachbehandlung zum
perfekten Ergebnis bei.
Die
Entfernung einer schlecht gestochenen oder nicht mehr erwünschten
Tätowierung ist eine persönliche Bereicherung, deshalb ist
die Nachbehandlung ein sehr wichtiger Punkt, damit die Haut nach der
Therapie so wird, wie sie sein soll.
VORBEREITUNG AM TAG ZUVOR (bis zum Termin)
* Alkohol, Koffein und sonstige Drogen
meiden,
* die entsprechende Hautstelle eine Woche
vor dem Termin nicht der Sonne aussetzen,
* am besten ausgeschlafen und nicht mit
leerem Magen zum Termin kommen, und
* geeignete bequeme Kleidung tragen, um
die zu behandelnde Stelle frei zugänglich zu halten
(zum Beispiel: Träger-Shirts bei Tätowierungen an den Armen,
kurze oder lockere weite Hosen für Beintätowierungen, etc.
)
Normalerweise gibt es bei der Nachbehandlung keinen großen Aufwand.
* Direktes Sonnenlicht und längeren
Wasserkontakt vermeiden,
* nicht an der behandelten Stelle kratzen
oder Krusten und dergleichen abziehen,
* mit einem Wund-Desinfektionsmittel (z.B.
"Octenisept") reinigen, und
* die behandelte Körperstelle so oft
es geht mit der empfohlenen Creme (siehe unten) eincremen. Sie soll
während der ersten Woche nie ohne Salbe austrocknen!
NACHBEHANDLUNG
* Den Verband mindestens 4 Stunden und
nicht länger als 8 Stunden nach Behandlung belassen.
* Hände gründlich mit einer antibakteriellen
Seife waschen und den Verband vorsichtig abziehen, eventuell kleben
gebliebene Papierreste mit lauwarmen Wasser einweichen und vorsichtig
abziehen. * Nicht an der behandelten Stelle
reiben!
* Mit einem Wund-Desinfektionsmittel (z.B.
"Octenisept") reinigen und vorsichtig mit einem sauberen Papiertuch
abtupfen.
* Die gelaserte Stelle ähnlich wie
eine frische Wunde behandeln.
* Mindestens 3 mal am Tag mit "Calendula
Wundsalbe" von Weleda (in der Apotheke erhältlich) eincremen.
Kein Bacitracin, Vaseline oder sonstige Creme benutzen: es könnten
Hautreizungen auftreten.
* Nach 2 bis 3 Tagen wird sich die Haut,
ähnlich wie nach einem Sonnenbrand, schuppen. Die Stelle weiterhin
regelmäßig eine Woche lang eincremen.
* Während der ersten Woche nicht der
Luft aussetzen, komplett mit Creme und Papiertuch bedeckt halten und
keinen normalen Verband (Mullbinde) benutzen; er könnte auf die
Haut kleben bleiben und würde dann sehr schwer zu entfernen sein
- eventuell würde die Haut teilweise beschädigt und das Ergebnis
ruiniert.
* Wenn man die behandelte Stelle nicht
so oft am Tag eincremen kann, in der Früh vollständig und
dick eincremen, mit sauberer Frischhaltefolie bedecken und den Rand
mit medizinischem Klebeband fixieren. Frischhaltefolie lässt jedoch
keine Luft an die Haut, deswegen nicht all zu oft benutzen.
Während des kompletten Heilungsprozesses kann die Hautpartie sehr
stark jucken (dies kann bis zu 2 Monate dauern). Auf keinen Fall kratzen
oder eventuelle Krusten abreißen. Um den Juckreiz zu verringern,
die Stelle mit einer milden Creme massieren.
In
den ersten 2 Wochen soll die behandelte Stelle nicht zu lange mit Wasser
in Berührung kommen. Baden, insbesondere gechlorte Schwimmbäder,
vermeiden. Die behandelte Stelle in den nächsten Monaten keiner
direkten Sonnenbestrahlung (dies gilt auch für Sonnenbänke!)
aussetzen und beim zukünftigen Sonnenbaden (während des ersten
Jahres nach der kompletten Therapie) immer gut mit Sonnencreme schützen.
Ich bitte Euch in eigenen Interesse, diese Regeln
einzuhalten! Danke.
*
laserik *
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